Berlin Exkursion

Meine sehr verehrten Blogkonsumenten,

an dieser Stelle möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in meinen studentischen Alltag gewähren. Andererseits, wenn ich es mir recht überlege, gehört die Berlin Exkursion eigentlich nicht zum Uni-Alltag, sondern stellt vielmehr ein einmaliges Highlight dar!

Im ersten Semester war Vieles noch neu und ungewohnt. So wurden wir mit einigen Gegebenheiten überrascht und konfrontiert, die wir zunächst nicht erwartet hatten. Darunter befindet sich zum einen die Wahl zum Matrikelsprecher und zum anderen die Nachricht über die anstehende Berlin Exkursion. Ich kann mich noch genau erinnern wie euphorisch wir wurden, nachdem wir den dazu gehörigen Image-Film gesehen hatten.

Doch schnell wurde diese Freude getrübt. So wurde uns schon bald mitgeteilt, dass wir unsere Reise dorthin allein organisieren sollten, da eine Busfahrt von Ilmenau nach Berlin zu teuer wäre. Nicht, dass wir unfähig wären, das selbst zu organisieren, allerdings hörte sich das schon ein bisschen nach einem Abwälzen von Problemen an, die die Organisationsgruppe selbst nicht bewältigen konnte. (Außerdem waren die im Image-Film auch mit dem Bus gefahren!) 

Mit der Nachricht, dass 8 Angebotspakete mit jeweils 3 Unternehmen ab dem 23.04.08 zur Einschreibung zur Verfügung standen, verflog der Ärger aber sofort. Nun hieß es, sich zu entscheiden! Und es war die Qual der Wahl…

Angebotspaket 1:

  • ZDF
  • Universal
  • Native Instruments

Angebotspaket 2:

  • ProSieben Sat1
  • Deutschlandradio
  • Aperto

Angebotspaket 3:

  • ARD Hauptstadtstudio
  • Jamba
  • Pleon

Angebotspaket 4:

  • Bundestags TV
  • Taz
  • Motor FM

Angebotspaket 5:

  • Tagesspiegel
  • Forsa
  • H,T,P Concept

Angebotspaket 6:

  • ENERGY Berlin
  • Axel Springer
  • Netzeitung

Angebotspaket 7:

  • BBDO
  • Bundespressekonferenz
  • RBB

Angebotspaket 8:

  • Aldershof
  • Deutsche Welle
  • Helios Media

Aber selbst, wenn man sich entschieden hatte, waren die Chancen in eines der drei begehrtesten Angebotspakete (1,2,6) zu kommen, immer noch Glückssache! Die Einschreibung begann um 22:30 Uhr. Zu dieser Zeit saßen vermutlich alle 140 AMW-Studenten vor ihren PCs – bereit um genau halb nur noch eine Taste drücken zu müssen. Mit sehr sehr viel Glück gelang es mir und einigen meiner Freundinnen in das Angebotspaket 6 zu kommen. Innerhalb von einer Minute waren alle Plätze belegt!

Nun steuern wir mit Spannung dem 15. und 16.05.08 entgegen, bereit die Hauptstadt zu erobern! Und es wird bestimmt eine aufregende Zeit!

Ich werde darüber berichten! 


    Die Berlin-Exkusion

Ich bin bereits am Mittwochmittag zusammen mit einer Freundin aus meiner Heimat Prenzlau nach Berlin gefahren. Wir fuhren dabei in einem ziemlich komfortablen Regionalexpress. Der schien noch neu zu sein. Sowas is man ja gar nich gewöhnt!Am Mittwoch bin ich dann um ca. 8:30 aufgestanden, hab geduscht und dann gefrühstückt. Um 10:00 habe ich mich dann aufgemacht und bin zum Hauptbahnhof gefahren. Dort wollte ich noch etwas shoppen. Leider war dies nicht sonderlich erfolgreich. War wohl doch nicht so in Shopping-Laune…

Auf der dritten Ebende des Hauptbahnhofs habe ich mich dann mit Anne getroffen. Zusammen sind wir dann ins McCafé gegangen, um in Ruhe einen Cappuccino zu trinken und ein Croissant zu essen. Leider merkte ich da schon, dass der Zug meiner Freundinnen aus Ilmenau in wenigen Minuten eintreffen würde. Und ich wollte sie vom Bahnsteig abholen. Also ließ ich alles stehen und liegen und rannte zum Bahnsteig 7 um 11:22. Nach ihrer Ankunft war irgendwie alles wirr. Die einen holten gleich die Rückfahrkarte, die anderen gingen im Bahnhof umher und ich bin dann zurück ins McCafé.

Nachdem wir uns alle wieder zusammengefunden haben, fuhren wir mit einem Klingruppenticket für 5 Personen von der BVG (liebe Grüße Sebastian!) zu unserem Hostel. Es nennt sich vielmehr: Jugendgästehaus Berlin-Mitte, welches eigentlich in Wedding ca. 20 Laufminuten von der U-Station Leopoldplatz entfernt.

Leider ließ wieder einmal die Organisation zu wünschen übrig. Wir waren alle pünktlich um 12:30 Uhr am Hostel angelangt. Dann mussten wir allerdings noch stundenlang warten und um die Zimmerschlüssel kämpfen, da die Zimmer noch nicht alle bezugsfertig waren. Zu unserem Glück schafften wir es nach gefühlten 2 Stunden Warten einen Zimmerschlüssel (Zimmer 216) für ein Vierbettzimmer zu bekommen. Das war richtig schon nostalgisch mit Doppelstockbetten und vergilbter Bettwäsche!!!

Leider hatte uns der Zimmerkampf viel Zeit gekostet, sodass wir uns ziemlich beeilen mussten, um noch pünktlich um 14:00 bei Radio Energy Berlin anzukommen. So fuhren wir so schnell wir konnten mit der U9 bis zum Zoologischen Garten. Dort stiegen wir in die U2 um und fuhren ein paar Stationen bis zum Ernst-Reuter-Platz. Dort angekommen, hasteten wir auf die Straße und suchten nach einem Banner, Plakat etc.. Irgendwas, dass auf Energy Berlin hinwies. NICHTS. Da war nichts dergleichen! Zum Glück rief mich Sergej (Danke!) von der anderen Straßenseite aus an und als wir dort hin blickten, wank uns eine kleine Gruppe Menschen. Alles, was auf den Radiosender hinwies war ein kleines Klingelschild an der Hardenbergstr. 5! Gleich neben Brot & Butter übrigens.

Im richtigen Stockwerk angelangt, empfing uns ein netter junger Mann. Unsere Taschen durften hinter den Rezeptionstresen legen. Dann startete auch schon die Führung durch den Radiosender. Wir besichtigten so ziemlich jeden Raum der Etage, erfuhren etwas über die Vermarktung des Senders und den Umgang mit Werbekunden. Außerdem durften wir mit den Leuten reden, die in der Musikredaktion über Top oder Flop der Musik entschieden. Im Großraumbüro sahen wir wie News zu News wurden und im richtigen Aufnahmestudio erfuhren wir das mega-komplizierte System des On-Air-Betriebs. Letzte Station unseres Rundgangs war das Produktionsstudio. Dort warte schon die nächste Überraschung auf uns. Nachdem wir den Produzenten mit Fragen gelöchert hatten, hielt dieser uns ein Mikro an den Mund und wir lasen Texte von einem Zettel ab, die in etwa so lauteten:

  • Duffy find ich klasse
  • Rihanna ist total super
  • Das neue Lied der Ärzte is total geil

Diese Einspielungen sollten dann in der darauffolgenden Woche, als in dieser jetzt, immer kurz vor der halben und der ganzen Stunde als Gingle beim Liveprogramm von Energy Berlin eingespielt werden. Bis jetzt habe ich ihn leider noch nicht gehört. Aber vielleicht werde ich ja so doch noch eine Karriere als Star einschlagen können!!!

Nach einer kleinen Stärkung bei Burger King gings zurück zum Hostel. Schnell umziehen und schon hieß es wieder auf zu “Lempkes Spezialbrauerei”. Dort sollte sich das gesamte Matrikel treffen und Alumnis über ihre Karrieren in Berlin berichten.